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Das Leben als Mama III

... und die OP-Türen gingen zu und ich sah meinen Mann nicht mehr. Ich war jetzt auf mich alleine gestellt, zumindest für den Moment. Ein netter Pfleger hat mir vom normalen Bett auf die OP-Liege geholfen.Bekam mein Op-Gewand angezogen und dann wurde ich in den OP geschoben. Dort musste ich mich gerade aufsetzen, denn sie wollten mir die PDA (Kreuzstich) geben. In dem Moment bekam ich aber noch eine Wehe, ich sagte dem Arzt sofort, dass er warten müsse, dass ich eine Wehe hätte und nicht ruhig sitzen könne. Durch die Mittel die mir die Hebamme kurz zuvor noch verabreicht hat, hatte ich nach wie vor Wehen. Zu dem Zeitpunkt war mir aber irgendwie schon alles egal, ich hatte einfach keine Kraft mehr. Ich war alleine, ich konnte mein Kind nicht natürlich zu Welt bringen und mein Mann war auch nicht mehr bei mir, den der musste noch draußen warten. Der Arzt setzte dann die PDA und fast im gleichen Augenblick befand ich mich im Himmel. Es wurde schön warm, ich hatte keine Schmerzen mehr, es war ein so angenehmes Gefühl. Ich wurde dann hingelegt und alles um mich wurde vorbereitet. Der Sichtschutz zwischen meinem Oberkörper und dem Rest von mir, die OP-Haube wurde mir aufgesetzt und ich bekam Sauerstoff über eine Maske. 

In dem Moment hörte ich, dass die OP- Türen noch einmal aufgegangen sind und da kam er wieder, mein Mann. Ich war nicht mehr alleine, er konnte bei mir sein und die Geburt seines Sohnes miterleben, ich war so glücklich. 

Dann ging eigentlich alles recht schnell, ich spürte wie die Ärzte in mir herum arbeiteten( mehr nicht) und um 16.50 war er da, mit einem lauten,starken Schrei. Unser Jonas war da. Wir hatten die Strapazen der Geburt überstanden. Der erste Blick auf meinen Sohn, unvergesslich. Dieses kleine Geschöpf war nun ein Teil von mir. 

Er musste dann aber leider zu der Erstuntersuchung, zu der mein Mann ihn begleitet hat, denn ich konnte ja schlecht, man musste mich ja schließlich erst zusammenflicken. 

Zwanzig Minuten später war ich dann aber auch soweit den OP verlassen zu können und wurde zurück in den Kreißsaal zu meinen beiden Männern gebracht. 

Über die ersten Stunden zu zweit, erzähle ich euch demnächst. 

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